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Wattikan übergibt 25.000 Euro an die DKMS

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Die Summen, die vom Wattolümpiade-Verein in unregelmäßigen Abständen überreicht werden, sind stattlich. „Uns war von Anfang an klar, dass wir für den Aufbau unserer Strukturen für Patientenautonomie Geld in die Hand nehmen müssten“, sagt Jens Rusch, Initiator der Wattolümpiade. Gemeinsam mit Holger Hübner, dem Kopf des Wacken Open Air (W:O:A), brachten die Olümpia-Macher im vergangenen Herbst die Band „Fury in the Slaughterhouse“ auf die Bühne des Elbeforums. Diese unterstützte den an der Krebsfront engagierten „Wattikan“ nicht zum ersten Mal. Frontmann Kai Wingenfelder sagt zum nimmermüden Einsatz der Band: „Wir haben einige grandiose Jahre erleben dürfen. Es tut uns gut, etwas zurückzugeben – ganz besonders an Menschen, denen das Leben nicht so freundlich gesonnen ist.“

So fand im Mai bereits zum zweiten Mal eine großangelegte Registrierungsaktion zur Gewinnung neuer potenzieller Stammzellspender statt, die mit Mitteln aus dem Benefizkonzert finanziell unterstützt wurde. Ergänzt durch eine weitere namhafte Spende durch den Rotary-Club Kiel Düsternbrook wurde so unter dem Motto „LAUTSTARK gegen KREBS“ ein Spendenpaket von 25.000 Euro geschnürt, das jetzt an die DKMS übergeben wurde. Das Geld wird von der DKMS dafür verwendet, Gewebemerkmale von Spendern auszuwerten und so die große Datei potenzieller Lebensretter zu erweitern. Pro Typisierung fallen Kosten in Höhe von etwa 35 Euro an, weshalb sich die gemeinnützige DKMS über die finanzielle Unterstützung freut

„Es wurde gerockt, es wurde registriert und mit viel Herzblut Geld gesammelt für unser lebenswichtiges Thema. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Beteiligten für dieses tolle Engagement im Kampf gegen Blutkrebs“, sagt Kristin Breuer, Chief Communications Officer der DKMS. „Unser Ziel ist es, Patienten, die auf Stammzelltransplantation angewiesen sind, eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen. Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Damit schenken wir den Erkrankten Hoffnung und machen Mut – und genau dabei helft ihr: LAUTSTARK und mit geballter Power gegen den Krebs!“

Stattliche 468 solcher Proben wurden bei der Aktion Ende Mai gesammelt– wodurch sogar die Marke der ersten Registrierungsaktion getoppt wurde, zu der der Wattikan 2012 eingeladen hatte. „Eine Resonanz, mit der wir nicht gerechnet hatten“, bekennt der Präsident des Wattolümpiade-Vereins, Dirk Passarge, und ergänzt: „Wir können inzwischen auf tatsächliche Lebensretter verweisen und auf Krebsbetroffene, denen durch unsere Aktionen wirklich konkret das Leben gerettet wurde. Eine bessere Bestätigung für unser Motto „Schmutziger Sport für eine saubere Sache“ kann ich mir nicht vorstellen.“ Weil es die Wattolümpiade seit 2016 nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus gibt, organisieren die Macher in den Pausen-Jahren andere Aktionen, mit denen Sinnvolles für Krebsbetroffene getan wird – wie in diesem Jahr die Typisierungsaktion. Mehr als 400.000 Spenden-Euro haben die Benefizaktionen des Vereins seit 2004 eingebracht.

Diese Summe soll auch 2020 weiterwachsen, wenn die Wattolümpiade am 15. August in die nunmehr 14. Runde geht – denn es gibt viel zu tun an der Krebsfront, weiß Jens Rusch. „Wir formulieren gerade gemeinsam mit dem Chefarzt des Westküstenklinikums Brunsbüttel das Konzept eines Palliativ-Hospizes.“ Kern-Projekt der Olümpia-Macher ist das Krebsberatungszentrum Westküste in Brunsbüttel, das der Verein in Kooperation mit der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft betreibt und mit seinen Benefizerlösen finanziert. „Das Krebsberatungszentrum hat sich prächtig entwickelt und ist zu einer wichtigen Anlaufstelle vieler Betroffener – Patienten wie auch Angehörige – geworden“, sagt Petra Köster, die das Krebsberatungszentrum leitet. Auch sie hat das Ohr ganz nah an den Betroffenen und merkt, wo Bedarfe bestehen und Lücken zu füllen sind. „Es gibt noch viel zu tun.“

Rusch nahm die Übergabe des Spendenschecks an die DKMS zum Anlass, um Kai Wingenfelder und seinen Musikerkollegen noch einmal ausdrücklich zu danken. „Alles, was hier seit 2004 zum Wohle von Krebsbetroffenen passiert ist, hätte sich ohne Eure Unterstützung nicht derart entwickelt. Die Furys sind ein Motor dieser Erfolgsgeschichte.“ Aber auch Holger Hübner dankte Rusch für den „kraftvollen Schulterschluss“. „Es motiviert, Leute wie Euch an seiner Seite zu haben.“

In den kommenden Tagen startet der Wattikan die Vorbereitungen für die Wattolümpiade 2020, die am 15. August wieder Wattleten aus aller Herren Ländern an den Elbdeich locken wird. Schon jetzt steht fest, dass dann wieder potenzielle Lebensretter für die DKMS werden. „Robert Adam, der für uns die Registrierungsaktion im Mai koordiniert hat, steht uns dann wieder hilfreich zur Seite“, freut sich Rusch.

Traditionell werden Anmeldungen für das „schmutzigste Benefizsportevent der Republik“ am 1. Januar auf www.wattoluempia.de entgegengenommen. In den vergangenen Jahren waren die Startplätze regelmäßig binnen Minuten ausgebucht.