
Einen Spendenscheck in Höhe von 6000 Euro für die Einrichtung eines weiteren Palliativzimmers am Brunsbütteler Westküstenklinikum haben heute Joachim Giersberg (links), Geschäftsführer der Total Bitumen Deutschland GmbH, und Total-Mitarbeiter Dirk Passarge (rechts) an Jutta Dohr vom Brunsbütteler Klinik-Förderverein überreicht. Wie schon in der vergangenen Woche, als dem Verein 15.000 Euro an Spendengeldern für diesen Zweck übergeben wurde, war auch hier der sturmbedingten Absage der diesjährigen Wattolümpiade die Initialzündung. Die Benefizveranstaltung am Elbdeich, zu der auch das Wattstock-Festival gehört, sollte ursprünglich die rund 21.000 Euro einspielen, die für die Modernisierung des bestehenden sowie die Neueinrichtung eines weiteren Palliativzimmers benötigt werden.
Die Absage und der damit verbundene Benefiz-Ausfall hatte für eine große Betroffenheit in der Stadt gesorgt – auch bei der Total, wo man schließlich beschloss, das Projekt mit 6000 Euro zu unterstützen. Das sei nicht zuletzt dem Engagement von Passarge zu verdanken, machte Giersberg deutlich. Denn Passarge ist, wie weitere Mitarbeiter, selbst seit mehreren Jahren als „Wattlet“ aktiv und engagiert sich inzwischen auch im Planungsteam der Wattolümpiade, hat also die Härten der Veranstaltungs-Absage am eigenen Leib zu spüren bekommen. Es sei der Total ein Anliegen, betonte Giersberg, Mitarbeiter bei der Frage einzubinden, wohin sinnvoll Geld gespendet werden kann, auch um so das ehrenamtliche Engagement zu unterstützen.
Für Jens Rusch, Motor und Initiator der Wattolümpiade, ist dieses ein Musterbeispiel, wie der Einsatz der Olümpia-Macher für Krebsbetroffene in der Region mittlerweile Früchte trägt. „Es wäre zu wünschen, dass diesem Beispiel weitere folgen.“ Kurioserweise – und das war nicht geplant – ist mit der Spende von Total jetzt die für das Palliativzimmer-Projekt benötigte Summe komplett, der Spendenbereitschaft vieler sei Dank. Rusch: „So hatte die Absage dann doch noch etwas Gutes: Sie hat aufgerüttelt und Solidarität erzeugt.“
Das nächste Projekt hat der Wattolümpiade-Verein bereits im Fokus: eine großangelegte Typisierungsaktion in Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Dazu sollen die Erlöse des nächsten Olümpia-Projekts, dem „Wattstock indoor“-Festival am 14. April 2012 im Elbeforum, die finanzielle Basis schaffen.






